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Ausgangslage:
Seit dem 1. November 2006 gelten schweizweit neue Vorschriften über die
Altlasten. Die Änderungen betreffen auch die Schiessanlagen. Die Böden
im Schiessbereich sind mit Blei massiv kontaminiert und gelten als Gefahr
für Mensch und Tier. Daher müssen alle Schiessanlagen in der Schweiz mit
sicheren, entleerbaren Kugelfängen ausgerüstet werden, damit die Böden
nicht länger mit Blei kontaminiert werden. Dazu müssen die bleihaltigen
Böden bei den Schiessanlagen je nach Lage (Grundwasser, Fliessgewässer,
Bodenbeschaffenheit) kurz- oder langfristig saniert werden. Der Bund
übernimmt 40 Prozent der Kosten für Sanierungsmassnahmen, wenn ab dem 1.
November 2008 keine Geschosse mehr ins Erdreich gelangen.
Das bedeutet für unseren
Verein:
Nach dem 31. Oktober 2008 müssen die Anlagen 25 und 50 Meter
vorübergehend geschlossen werden. Gleichzeitig wird daran gearbeitet,
künstliche Kugelfänge einzubauen. Bereits im August 07 haben wir eine
Offerte eingeholt und eine Sitzung mit der Gemeindeverwaltung Reiden
abgehalten. Die Sanierung, insbesondere die des kontaminierten Bodens kann
nicht vom Verein alleine getragen werden, da sie sehr kostenintensiv ist.
Der Einbau der neuen künstlichen Kugelfänge (KKF) werden wir in
Eigenarbeit vornehmen. Die KKF selbst können einbaufertig beschafft oder
selbst hergestellt werden. Im Gegensatz zu den 300 Meter Gewehr KKF ist
dies für Pistolenanlagen zulässig. Der fertige Einbau muss aber vor der
Freigabe des Schiessbetriebes durch einen eidg. Schiessoffizier abgenommen
werden.
Neue Frist für den Einbau
und die Entsorgung der kontaminierten Erde.
Der Nationalrat hat beschlossen, die Frist für den Einbau der Kugelfänge
bei Schiessanlagen um drei Jahre zu verlängern. Dies, weil die
Kapazitäten der KKF Hersteller, wie auch der zuständigen Fachleute für
die Planung der Entsorgung nicht ausreichten. Dazu kommen auch gesetzliche
Fristen bei Baugesuchen und Einsprachen gegen einige Bauvorhaben. Wir
möchten aber die Anlage spätestens auf Ende 2009 sanieren.
Baubeginn.
Am Freitag, 24.10 2009 ist Baubeginn. Zusammen mit einem vom Kanton
beauftragten Ingenieur werden die mit Metall kontaminierten Kugelfänge
ausgegraben und soviel Erdreich in Mulden abgefüllt, bis die angezeigten
Werte am Messgerät die Tolleranzgrenze unterschreiten. Sobald alles im
grünen Bereich ist, werden eine Grundplatte und eine Schutzmauer
betoniert. Daran werden später die KKF montiert. Der Bereich der
Schutzmauer um die Kugelfangkästen decken wir mit Splitterschutzplatten
auf einem Lattenrost ab.
Abschluss.
Mit der Abnahme der sanierten Anlage durch den eidgenössischen
Schiessoffizier Peter Glur, Luzern am 10. März 2010, ist das Projekt
weitgehend abgeschlossen. Wegen der kalten Wetterbedingungen konnte beim
25 Meter Stand die Abdeckung noch nicht montiert werden. Dazu ist am 22.
April ein Informationstag für Behörden, Presse und Mitglieder geplant.
Die ganze Sanierung wird um 70'000 Fr. kosten. Das nur dank rund 600
Fronstunden von Vereinsmitgliedern und grosszügigen Rabatten der
Lieferfirmen.
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